"KOCHBRUNNENSPRINGER"
IN WIESBADEN |
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Bilder
und Videos aufgenommen am 30.06.2024 |
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Die
wohl bekannteste Thermalquelle Wiesbadens ist der Kochbrunnen - und jedes
Jahr freuen sich die Wiesbadener, sich ein Stück Mineralgestein vom
Kochbrunnen mitzunehmen. Jedes Jahr, wenn der Brunnen gereinigt wird,
liegen die sogenannten Sintersteine zum Mitnehmen bereit. Die Natrium
- Chlorid - Thermalquelle war im 19. Jahrhundert Zentrum der Wiesbadener
Trinkkur und ist auch heute noch ein Wahrzeichen der hessischen Landeshauptstadt.
Sein Name bezieht sich auf die Wassertemperatur von über 66 Grad
Celsius. Am Kochbrunnenspringer zeigen sich deutlich die Sinterablagerungen,
für die Wiesbaden in der Römerzeit bekannt war. Die als Mattiakische
Kugeln bezeichneten Ablagerungen lassen sich hervorragend zum Färben
von Haaren benutzen. Der rötlich - gelbe Belag wächst jährlich
um sieben Zentimeter. Er muss regelmäßig entfernt werden, damit
er den muschelförmigen Brunnen nicht erdrückt. Bei der jährlichen
Reinigung des Brunnens werden diese Sinterablagerungen entfernt. Wer eine
mineralische Ablagerung erhalten möchte, kann diese dann vor Ort
mitnehmen. Der Kochbrunnen ist eine der so genannten Primärquellen
Wiesbadens. Nur ein kleiner Teil des Wassers speist die Trinkstelle im
Kochbrunnenpavillon und den Kochbrunnenspringer. Die Hauptmenge wird in
die Aufbereitungsanlage der Kaiser - Friedrich - Therme gespeist und gelangt
von dort aus in das weit verzweigte Thermalwassernetz der Stadt. Dem Wiesbadener
Quellwasser wird nachgesagt, dass es besonders wertvoll zur Linderung
rheumatischer und orthopädischer Erkrankungen ist. Wie in Tropfsteinhöhlen
bildet sich der Sinter durch die Kristallisation von in Wasser gelösten
Mineralen. Eben so, wie überall in Gewässern, Wasserleitungen
und -behältern oder in feuchtem Milieu. Im Gelände und in städtischer
Umgebung bilden sich die krustenförmige Überzüge an Hängen,
Geländestufen, Terrassen (Sinterterrasse) oder dem Kochbrunnen. Chemisch
betrachtet, handelt es sich unspezifisch um Alkali - und / oder Erdalkalimetall
- Salze von diversen anorganischen, aber auch organischen Säuren
mitsamt verschiedenen Beimischungen. Petrologisch gehört Sinter zu
den Sedimentiten. In der Biologie spricht man bei Sinter von Inkrustation.
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